• Der Vorstand

Stellungnahme zu den Briefen von Derlis E.

Sehr geehrte Freunde, sehr geehrte Geschädigte,

heute schreiben wir einen Brief, indem wir zu den letzten Briefen von Derlis E. Stellung nehmen.

Seit längerer Zeit werden verschiedene Briefe des Derlis E. von Unbekannten (ohne Absender/ Absende Adresse) an Alpha Mitglieder verschickt, um diese gegen den Alpha Verein aufzuhetzen. Aus diesem Grund haben wir auf unsere Internetseite eine Aufklärung veröffentlicht, um die Geschädigte zu Informieren und zu warnen, damit diese nicht in Schwierigkeiten kommen. Nun nehmen wir Stellung zum Brief und versuchen die Anschuldigungen gegen den Alpha Verein klar zu stellen.

Die meisten wissen, dass wir am Anfang mit Ens /Almada Anwälte aus Paraguay angefangen haben. Diese Empfehlung bekamen wir vom deutschen Botschafter, um auf das Land einen Arrest aufzulegen und zu verhindern, dass das Land noch einmal verkauft wird. Mit der Unterstützung der Deutschen Botschaft in Paraguay wurde bald die Vollmacht von der Gegenseite als Urkundenfälschung bewiesen. Kurz vor dem Durchbruch stellten die Anwälte jedoch die Arbeit ein. Waren sie überfordert? Oder nicht interessiert?

Dies jedenfalls führte dazu, dass wir zu dem Anwalt Derlis E. wechselten und die Arbeit mit ihm begannen. Derlis E. übernahm das, was wir mit Almada angefangen hatten: Die Kunden, die ihre Dokumente bei Almada eingereicht hatten und alle laufenden Prozesse, die gute Voraussetzungen hatten, um sie zu Ende zu führen. Sprich, er sollte die bereits gelegten Fundamente nur noch zu Ende bringen. Der Anfang war gut und es gab viele Versprechungen. Es ist auch viel Geld geflossen, jedoch blieb alles beim Alten. Wie kam es nun zu der Trennung mit Derlis?

Im Jahr 2018 war es dringend notwendig eine Gruppe von Kolonisten zu bevollmächtigen, damit diese in meinem Namen die Eintragung der Geschädigte in das Grundbuch bewirken konnten. Da gegen mich ein Haftbefehl in Paraguay vorliegt, musste meine Reise geheim bleiben. Es wurde besprochen, dass die Untervollmacht vorbereitet wird und ich über die Grenze nach Paraguay kommen sollte, die Vollmacht unterschreibe und gleich wieder zurückkonnte (um die Vollmacht zu unterschreiben, brauchte ich einen Stempel im Ausweis als Nachweis, dass ich wirklich in Paraguay gewesen bin). Als ich in Paraguay eingereist bin (Stadt Filadelfia), erwartete mich eine Überraschung. Die Vollmacht wurde nicht wie besprochen auf die Gruppe ausgestellt, sondern nur auf Derlis E. bzw. auf seine Frau. Ich hatte nicht viel Zeit und weigerte mich zu unterschreiben und wollte sofort den Rückweg antreten. Derlis E. wurde sehr wütend darüber. Ich jedoch trat die Rückreise an, ohne die Vollmacht für seine Frau zu unterschreiben. Dies war ein unnötiges Risiko verhaftet zu werden. Ein jeder, der sich mit solchen Sachen beschäftigt hat, weiß, dass man einem Anwalt keine General Vollmacht geben soll, vor allem nicht in Paraguay. Für gewöhnlich bekommt der Anwalt einen Auftrag und für diesen Auftrag bekommt er eine Vollmacht, um diesen Auftrag auszuführen.

Dieses Ereignis hat uns stutzig gemacht. Als Derlis E. einige Tage später versuchte, die Vollmacht von Willi H. zu erhalten, weil er diese von uns nicht bekommen hatte, hat das den Rest gegeben. Wir haben das Vertrauen in ihm ganz verloren. Was die 15% betreffen, so hat er von uns verlangt, den Vertrag mit ihm sofort zu unterschreiben. Er wollte 15 % von dem, was sich in der Kolonie befand. Das heißt Land, Häuser, Macadamia, Traktoren usw. Unsere Antwort war, erst die Arbeit, danach der Lohn. So sollte er von dem, was er zurückgewann an Land und Maschinen, die illegal verkauft wurden, profitieren. Jedoch sollte er nicht von zukünftigen Gewinnen der Kolonie profitieren.

Derlis hatte jedoch andere Pläne gehabt. Er wollte von allem 15% haben und zusätzlich in Zukunft vom gesamten Gewinn der Kolonie profitieren. Zum Beispiel hatte er eine Karte gezeichnet, auf der die Ländereien, die er bekommen wollte, aufgezeichnet wurden. Für seinen Anteil in Höhe von 15 % hatte er sich das beste Land, die Zentrale und ein Teil von der Macadamia-Plantage, ausgesucht. Und dann behauptet er noch, er habe gute Absichten, wie z.B. ein Krankenhaus und ein Museum aufzumachen, die zum Nutzen der Allgemeinheit diene.

Seine Leute nahmen in der Kolonie das beste Land ein, einige von ihnen viel mehr, als sie gekauft hatten. Zweitausend Hektar der Kolonie haben die Kapesinos und mehrere tausend Hektar hat der Gubernator eingenommen. Und dann wird behauptet, dass diese Leute allen Geschädigten Land geben wollen? Welches Land? Das beste Land wurde schon unter ihnen aufgeteilt und der Rest ist Wald und Sumpf. Angesehen davon, reicht es nicht für alle. Das heißt, für die Leute aus Deutschland blieb nur noch Wald- und Sumpfgebiete über. Und was sollen Sie damit? In Sumpf Schlangen und Frösche züchten? Und aus dem Wald ein Naturschutzgebiet einrichten? Denn die Abholzung des Waldes ist verboten.

Wir sind dafür, dass alle, die Land gekauft haben, es auch bekommen sollen. Deshalb kann es keinen privaten Titel für das Land geben (ausgenommen sind Privateigentum, private Häuser etc.). Für das Land gibt es nur einen Gemeinschaftstitel. Das heißt, ein jeder hat Anteile aus dem Gewinn, je nach Größe seines Landes. Das ganze Land muss bearbeitet werden und der Gewinn wird auf Anteile ausgeschüttet. Wenn jemand das Land selbst bearbeiten möchte, wird es ihm zur Verfügung gestellt.

Ansonsten wäre es ungerecht und wir hätten keinen Frieden.

Was die Gerichtskosten betrifft, so haben wir am Anfang schriftlich von Derlis E. bekommen, dass diese 95 € pro Hektar (für die gekauften und reservierten) betragen werden. So steht es auch im Vertrag (Erfüllung des Vertrages). Uns liegen alle Quittungen vor, sodass wir beweisen können, wieviel an Derlis E. gezahlt wurde. Außerdem haben Derlis und seine Leute sich privat mit den Geschädigten getroffen, um Dokumente und Geld für die Eintragung einzusammeln, bis wir es ihnen durch den Anwalt streng verboten haben. Und das waren 95-97 € pro Hektar und keine 50€, wie es behauptet wird.

Nun zum Haftbefehl gegen Willi W, den Derlis E. gemacht hat. Unter einem Haftbefehl verstehe ich etwas ganz anderes. Warum wurde er denn nicht verhaftet, wenn ein Haftbefehl vorhanden ist? Stattdessen wurde der Haftbefehl den Kolonisten mit der Aufforderung in die Hand gedrückt, sie sollen hingehen und ihn selbst verhaften. Wenn Willi W. nicht herauskommen sollte, solle man ihm seine Rinder stehlen und wenn er dann herauskomme, solle man ihn festnehmen. Was soll das? Sind wir hier im Wilden Westen? Das ist die Aufgabe der zuständigen Behörden und nicht der der Einwohner.

Zum Verkauf von den 3500 ha Land. Dieses Land wurde von Willi W. schon vor paar Jahren verkauft und jetzt wird der Versuch gemacht, das Land nochmal an die Organisation Indert zu verkaufen. Deswegen haben wir auf das Land einen Arrest aufgelegt und einen Antrag gestellt, dass das Land den Geschädigten gehört und nicht an Dritte verkauft werden darf. Was die Eintragung der Ländereien ins Grundbuch betrifft, so vertreten wir die Geschädigte und haben die einzige gültige Vollmacht dafür. Wir streben danach, dass alle Geschädigte ihr Recht bekommen. Aus diesem Grund wurde vom Alpha Verein und nicht von den Kolonisten, die Steuer für das Land bezahlt. Denn die Eintragung ins Grundbuch ist nur möglich, wenn das Land schuldenfrei ist.

Es wird behauptet, dass ich Land verkauft habe und nicht gegen die Verbrecher vorgehen möchte. Dass das Land mit einer gefälschten Vollmacht und gefälschten Dokumenten verkauft wurde, das wurde schon von mehreren Anwälten bewiesen. Alle Beweise liegen vor und befinden sich in meinem Besitz. Warum die Behörde in Paraguay nicht reagiert, ist wohl klar.

Wenn jemand meine Unschuld bezweifelt, können wir es gerne vor Gericht klären. Ich habe keine Probleme damit.

Und zum Schluss möchte ich noch einmal betonen, dass wir nicht tatenlos herumsitzen und warten. Im Hintergrund wird sehr viel gearbeitet und der Vorstand arbeitet trotz Müdigkeit und gesundheitlichen Problemen weiter, um den Menschen zu helfen, damit Friede und Gerechtigkeit siegt. Im Oktober 2019 sind wir zum wiederholten Mal im Auswärtigen Amt und bei der Paraguayischen Botschaft gewesen um über die Probleme in der Kolonie zu sprechen und baten sie um Hilfe und Unterstützung. Gleich danach haben wir zum zweiten Mal Briefe an die Kanzlerin Merkel und den Präsidenten von Paraguay geschrieben.

Der Verein Alpha und der Vorstand in der Kolonie tun alles, um den Menschen zu helfen. Und es ist eine Unverschämtheit diese Menschen ungerechtfertigt durch den Dreck zu ziehen. Wir bedanken uns bei allen, die an die Gerechtigkeit glauben und die Sache unterstützen. Gott Segne Sie!

Mit freundlichen Grüßen

i. A. des Vorstandes

H. Löwen, 1. Vorsitzender des Alpha e.V.

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